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Wirtschaft, Handel & Finanzen: Trittin: ‚Teures Erbe‘ von Merkels Atompolitik

Ex-Umweltminister Jürgen Trittin hat nach dem Urteil zu Entschädigungen für den Atomausstieg die Politik unter von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) scharf kritisiert. „Dies ist das teure Erbe von Merkels erratischer Atompolitik“, sagte der Grünen-Politiker, der für den Atomkonsens der rot-grünen Bundesregierung im Jahr 2000 zuständig war, der dpa. „Erst die von ihr 2010 durchgeprügelte Laufzeitverlängerung hat den Konzernen einen Rechtsanspruch auf Entschädigung verschafft.“ Durch „schwarzen Pfusch“ würden nun „mindestens Millionen, möglicherweise Milliarden für Konzerne fällig für eine Technik, die keiner mehr will“.

Wirtschaft, Handel & Finanzen: Atomreaktor in Japan darf wieder ans Netz

In Japan darf ein weiterer Atomreaktor nach der Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe von 2011 wieder ans Netz. Der Gouverneur der Präfektur Miyagi, Yoshihiro Murai, gab am Mittwoch sein Einverständnis für die Inbetriebnahme von Reaktor 2 des Atomkraftwerks Onagawa, etwa 350 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Tokio. Damit gibt es vonseiten der Behörden gegen das Hochfahren nun keine Einwände mehr. Allerdings wird es vermutlich noch längere Zeit dauern, bis er tatsächlich wieder an die Stromversorgung angeschlossen wird.

Wirtschaft, Handel & Finanzen: Umweltministerium: Atomkraft ohne ’nennenswerten‘ Klimaschutz-Beitrag

Das Bundesumweltministerium sieht Atomkraft nicht als wichtigen Baustein beim weltweiten Klimaschutz. „Global gesehen kann die Atomkraft – ungeachtet ihrer vielen Nachteile – mit zwischen vier bis fünf Prozent am weltweiten Energieverbrauch (…) keinen nennenswerten Beitrag zum Klimaschutz leisten“, sagte die Parlamentarische Staatssekretärin des Ministeriums, Rita Schwarzelühr-Sutter (SPD), am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatte der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Rafael Grossi, gesagt, ein Erreichen der globalen Klimaziele sei ohne Atomkraft praktisch ausgeschlossen.